Das NABU-Biotop am Zechbach

Kleinod in der Agrarlandschaft

Naturschutz mit dem Bagger: Das Biotop nach der Reaktivierung 2022. Foto: Stadt Gießen
Naturschutz mit dem Bagger: Das Biotop nach der Reaktivierung 2022. Foto: Stadt Gießen

Geschützt und beinahe unauffällig liegt das Zechbach-Biotop in einem Auen‑Bruchwald unterhalb der Quelle. Das kleine Gewässerbiotop ist ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und wird seit vielen Jahren von der NABU‑Ortsgruppe Lützellinden betreut.

 

In den vergangenen Jahren hatte das fortschreitende Zuwachsen und Brachfallen der Fläche Anlass zur Sorge gegeben. Die zunehmende Beschattung und Verlandung beeinträchtigten die ökologische Funktion des Biotops deutlich. Aus diesem Grund wurde die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Gießen informiert und gemeinsam nach Lösungen gesucht.

 

Im Dezember 2022 konnte das Biotop schließlich in enger Zusammenarbeit zwischen der NABU‑Ortsgruppe Lützellinden, den Mittelhessischen Wasserbetrieben (MWB) und der Stadt Gießen reaktiviert werden. Bei einem gemeinsamen Ortstermin wurde die besondere Bedeutung des Biotops festgestellt und geeignete Maßnahmen abgestimmt. Das stark eingewachsene Gewässer wurde von Gehölzen freigestellt und die Gewässermulden behutsam abgeschoben.

 

Der Erfolg der Maßnahmen zeigte sich bereits kurze Zeit später: Die Mulden füllten sich wieder mit Wasser, das nun dauerhaft im Gebiet gehalten wird. Gerade die zeitweise trockenfallenden Gewässermulden bieten Amphibien wie dem Grasfrosch wertvolle Laich- und Lebensräume.

 

Auch seitens der Stadt und der Unteren Naturschutzbehörde wurde die Maßnahme positiv begleitet. Die gute Zusammenarbeit zwischen der NABU-Ortsgruppe Lützellinden, den Mittelhessischen Wasserbetrieben und der Stadt Gießen trug maßgeblich zum erfolgreichen Abschluss der Arbeiten bei. Die NABU-Ortsgruppe Lützellinden betreut das Gebiet auch in Zukunft.

 

Mit der erfolgreichen Reaktivierung des Zechbach‑Biotops ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der lokalen Artenvielfalt und zum Schutz wertvoller Feuchtlebensräume in Lützellinden gelungen.


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